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Einhornhöhle - Scharzfeld

Die Einhornhöhle ist die größte Schauhöhle des Westharzes. Von einer vermessenen Gesamtlänge von knapp 600 m sind 365 m als Schauhöhle erschlossen. Die Höhle befindet sich im ältesten Zechsteindolomit (etwas 270 Mio. Jahre alt), der hier unmittelbar der Grauwacke, dem Grundgebirge des Harzes, aufliegt. Sie weist starke Profiländerungen auf mit großen Hallen und engen, meist künstlich erweiterten Gängen. Durch das aggressive Wasser, welches den Dolomit heute noch löst, finden sich in der Einhornhöhle vergleichsweise wenige Tropfsteine. Dennoch zog die Höhle schon in frühesten Jahren das Interesse der Menschheit an.
Jedoch gelang es trotz mehrerer Grabungen erst 1985, die Überreste von einigen wenigen Steinwerkzeugen der eiszeitlichen Urmenschen zu finden. Die Untersuchung ergab, dass diese Steinwerkzeuge mehr als 35.000 Jahre alt sind und wahrscheinlich vom Neanderthaler stammten. Diese Urmenschen gelangten damals durch einen ebenen Eingang in die Höhle. Im Bereich der sogenannten „Blauen Grotte" fanden sich Fundstücke aus dem 4. vorchristlichen Jahrtausend.

 

Die „Blaue Grotte". Die „Hexenküche". Blick in den Schillersaal.

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